reflections

Jetzt habe ich hier sogar einen Job!

Was für ein Zufall! Gut, dass ich in dem kleinen, üseligen Gemüseladen unter mir meine kleinen Paprikaschoten eingekauft habe. Denn wie es das Schicksal so will, habe ich dort eine deutsche Frau kennen gelernt.

Nachdem ich mit ihr aufgrund von Orangen ins Gespräch gekommen bin, hat es sich rausgestellt - wie es das Schicksal also wohl will - dass sie und ihr Mann eine kleine Betreuung bzw. Deutsch-Lehrerin für ihren kleinen 3-jährigen Sohn Nicolas suchen. Perfekt!

Nachdem ich mich mit der lieben Frau (ihr Name ist Eva) und ihrem Mann auf einen Kaffee getroffen habe, um die Familie und vor allem den kleinen Sohn kennen zu lernen, konnte ich mich darauf freuen, in naher Zukunft einige Stunden mit dem süßen, kleinen Jungen zu verbringen.

Es ist wirklich eine erstaunliche Familie: Sie ist ursprünglich Spanierin, die bis zur Ihrem 8. Lebensjahr in Deutschland gelebt hat und dann mit Ihrer Familie zurück nach Spanien gegangen ist. Er ist gebürtiger Portugiese. Dem Jungen wird also Spanisch, Galizisch, Deutsch und auch Englisch beigebracht. Die Mama redet bloß deutsch mit ihm, der Papa bloß spanisch, die Großeltern galizisch (wir leben ja hier in Galizien) und die Lehrer in der Schule lediglich Englisch. In Spanien gehen die Kinder schon von ihrem dritten Lebensjahr an in die Schule und der kleine Nicolas geht auf eine private, britische Schule, in der also dementsprechend nur Englisch geredet wird. Wirklich faszinierend!

Da ich davon ausgegangen bin, dass sich die Familie vielleicht erst in ein oder zwei Wochen bei mir melden wird, war ich heute umso überraschter, als nach 2 Stunden nach dem Kaffee trinken mein Handy klingelte und ich für einen Babysitter-Job noch am gleichen Abend angeheuert wurde.

Natürlich habe ich diesen Job direkt angenommen und mich auf einen abwechslungsreichen Abend gefreut.
Um 9 Uhr abends war es dann soweit, ich trat meinen ersten, spanischen Job an

Nachdem mir die Familie ihre wirklich wunderschöne Wohnung gezeigt hatte, brachten wir den kleinen gemeinsam ins Bett. Wirklich ein äußerst "pflegeleichter" Junge. Ohne irgendwelche Widerworte geht er problemlos ins Bett, ohne sich zu beschweren, Theater zu machen oder ähnliches.
Mein Job stellte sich also als sehr relaxt raus.

Da mir der Code fürs Internet gleich gegeben wurde und auch per Satellit deutsches Fernsehen für mich eingestellt wurde, konnte der Abend ja nur perfekt werden. Gemütlich deutsches Fernsehen zu schauen, auf einem Sofa das den Wolken gleicht, in einer wundervollen Wohnung und dafür noch Geld bekommen? Was will man mehr und was gibt es besseres?

Um halb 1 nachts endete dann mein kleiner Job, nachdem die glücklichen Eltern (sie konnten nach langer Zeit mal wieder einen Abend zu zweit außer Haus verbringen) heim kamen.

Alle waren also zufrieden und ich kann stolz sagen: ICH HABE HEUTE MEIN ERSTES SPANISCHES GELD VERDIENT! Muy bien!

Soo, nun ist es aber wirklich Zeit zu schlafen.

Also, wie immer: Hasta luego!

29.9.13 01:28

Letzte Einträge: 3 Wochen Heimat gehen vorbei.., Spanien ist da etwas anders im Ausgehen.., So schnell geht die Zeit hier um.., 3 Tage Lissabon und jede Menge Aufregung :), Langsam werde ich echt wahnsinnig.., So, die Tage sind gezählt..

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


doris radde (30.9.13 21:17)
das ist ja mal was schönes oder freue mich so für dich


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